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ASB-Geschichte

Anfänge

Die Tradition des Arbeiter-Samariter-Bund reicht weit bis in das 19. Jahrhundert zurück. Die rasche Industrialisierung mit ihren langen Arbeitszeiten und dem unzureichenden Arbeitsschutz führte häufig zu schweren Unfällen. Aufgrund der mangelnden Kenntnisse in Erster Hilfe und der schlechten Unfallversorgung am Arbeitsplatz konnten die Arbeiter nicht hinreichend behandelt werden.

In dieser Situation fanden sich engagierte Arbeiter, die die Notwendigkeit von Erste-Hilfe-Ausbildungen erkannten und in der Selbsthilfe eine Möglichkeit sahen, die medizinische Betreuung nach Unfällen zu verbessern. Im Jahr 1888 wurde der erste Erste-Hilfe-Kurs von Arbeitern für Arbeiter in Berlin organisiert und damit der Grundstein für den Arbeiter-Samariter-Bund gelegt. Neben der Ausbildung zur richtigen Versorgung von Verletzten rückten auch die soziale Sorge sowie die Vorbeugung von Unfällen und Erkrankungen am Arbeitsplatz in das Blickfeld der Bemühungen der Samariter.

Übungen zur Beatmung
ASB-Fahrzeug aus den frühen Zeiten

ASB-Geschichte

Geschichte des ASB von 1900 bis 1933

In Leipzig, dem Mekka des Buchdrucks, traten gehäuft Bleierkrankungen auf. Aus dem Jahresbericht des Stadtbezirksrates für 1900 geht hervor, dass unhygienische Verhältnisse in den Notenstechereien die Ursache für diese langwierigen, schleichenden Erkrankungen waren. Die Vorsorge blieb dennoch den Arbeitern selbst überlassen. Im Juli 1904 gelang es Dr. med. H. Borchardt, Teilnehmer für einen Erste-Hilfe-Kurs zu finden, dem aufgrund der hohen Nachfrage rasch weitere folgten.

Am 1. September 1904 wurde der "Sanitätsverein der Metallarbeiter-Krankenkasse" gegründet, der sich 1910 als Arbeiter-Samariter-Kolonne dem ASB anschloss. Die Aufgaben des Arbeiter-Samariter-Bundes wurden in den nächsten Jahren vielfältiger. Die Aufklärung zu Krankheiten und die Sexualkunde kamen hinzu, erste Krankenwagen wurden angeschafft, eigene Ärzte eingestellt und Lehrbücher für die Erste Hilfe gedruckt. Die Hilfeleistungen der Arbeiter-Samariter kamen jedem, ohne Ansehen der Person, der Konfession oder politischen Zugehörigkeit zugute. Dennoch war der Arbeiter-Samariter-Bund den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. In den dreißiger Jahren nahmen deutschlandweit die Überfälle auf Samariter-Kolonnen zu: Im Mai 1933 wurden die ASB-Einrichtungen besetzt und im August des selben Jahres das ASB-Vermögen beschlagnahmt. Zum 1. September 1933 hörte der ASB auf zu existieren.
ASB-Übung auf dem Fleischerplatz in Leipzig
Mitgliedskarte des Arbeiter-Samariter-Bundes Kolonne Leipzig

ASB-Geschichte

Geschichte des ASB Leipzig von 1990 bis heute

Historisches Logo des Arbeiter-Samariter-Bundes
In den westlichen Landesteilen Deutschlands begannen sich 1945 die ersten Samariter-Kolonnen wieder zu finden und wiederzugründen. Aufgrund des hohen ehrenamtlichen Engagements entwickelte sich der ASB zu einer starken Organisation der Wohlfahrtspflege und des Rettungsdienstes. Im Osten Deutschlands war eine Wiedergründung des ASB nicht möglich. Am 28. März 1990, 57 Jahren nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten, fanden sich in Leipzig mehrere Samariter zu einem feierlichen Akt der Wiedergründung in der Poliklinik Ost ein. Kurz darauf nahm der ASB Ortsverband Leipzig mit einer Sozialstation und dem Leipziger Rettungsdienst seine Arbeit auf. Seit dieser Zeit hat sich der Verband, der heutige Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Leipzig e. V., zu einer leistungsstarken Organisation entwickelt. Der ASB ist heute in Leipzig, im Landkreis Leipzig und im Landkreis Nordsachsen mit einer breiten Palette an Aufgaben tätig. Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Leipzig e. V. ist eingetragener Verein, die auf die Unterstützung und Mitwirkung seiner Mitglieder baut.

Kontakt

Arbeiter-Samariter-Bund
Regionalverband Leipzig e.V.
Zwickauer Straße 131
04279 Leipzig
Telefon: 0341 64954-0
Telefax: 0341 64954-200

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