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ASB-Wünschewagen Sachsen

Noch einmal … Zeit mit meinen Eltern verbringen.

Was für gesunde Menschen selbstverständlich ist, wäre für unseren Fahrgast Stephan (45) nicht mehr möglich. Ein Wunschfahrt nach Hause ins elterliche Heim an der Ostsee.

Lesen Sie hier den Bericht unserer ehrenamtlichen Wunscherfüller Silvia und Stefan, die die Wunschfahrt begleitet haben:

In der „Jungen Pflege“ des ASPIDA Pflegecampus in Plauen wurden wir mit unserem ASB-Wünschewagen schon fieberhaft und mit Freuden erwartet. Mit an Bord nehmen durften wir auch Nicole, seine Pflegefachkraft des Vertrauens. Nach dem Verstauen des Gepäcks starteten wir auch sofort zu unserem Ziel nach Kühlungsborn an die Ostsee.

Die lange Fahrt in Richtung Norden gab uns im geschützten Raum des Wünschewagens Zeit, uns alle näher kennen zu lernen. Da sich ein Wunscherfüller sehr gut hier in der Region auskennt, wichen wir nur ein wenig von der direkten Route ab, und fuhren durch Schwerin. Bei allerbestem Wetter und bevorstehendem Sonnenuntergang bot nicht nur das Schweriner Schloss einen atemberaubenden Anblick.

In Kühlungsborn am Wohnort der Eltern angekommen, wurden wir auch schon sehnlichst erwartet. Stephan nahm alle seine Kraft zusammen, um mit unserer Unterstützung die zwei Etagen hinaufzusteigen. Er meinte: „…seine Physiotherapeutin wäre jetzt stolz auf ihn!“ Erschöpft aber glücklich auf dem elterlichen Sofa angekommen, lud uns seine Mama noch zu einem leckeren, gemeinsamen Abendessen ein, bevor wir uns in unser Hotel zurückzogen.

Am nächsten Tag holten wir Stephan und seine Eltern zu einem Spaziergang auf der Seebrücke ab. Bei strahlender Sonne, aber gut eingekuschelt, konnte der doch noch kalte Wind Stephan nichts anhaben. Auf dem Rückweg von der Seebrücke gesellten sich dann noch seine Schwester und seine Nichte zu uns. So steuerten wir gemeinsam ein Café an, wo bei Kaffee und Kuchen die neuesten Familiengeschichten ausgetauscht wurden.

Für Stephan war es ein gemeinsamer Tag mit seiner Familie, bei dem er aber auch spürte, wie sehr er an seine Grenzen kam. Und so traten wir den Rückweg zur elterlichen Wohnung an. Hier verbrachte er noch einmal eine Nacht in seinem alten Kinderzimmer.

Der Tag der Rückreise war ein Abschied, aber vielleicht auch eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, für Stephan eine Auszeit von Sorgen und Krankheit - im Kreis seiner Familie. Das kleine Fotoalbum mit ausgedruckten Bildern und ein Wünscheglas mit Sand und Muscheln vom Strand werden ihn sicher an nicht so guten Tagen an diese Zeit erinnern.

Die "Wunschfahrt nach Hause" zeigt wie wertvoll kleine, vertraute Augenblicke im Kreise der liebsten Menschen sein können. Gemeinsam verbrachte Zeit ist kostbarer als alles andere. Sie gibt Geborgenheit und ein Stück Normalität.

 

Mehr zum ASB-Wünschewagen Sachsen finden Sie hier.

 

"Gemeinsam verbrachte Zeit ist kostbarer als alles andere. Sie gibt Geborgenheit und ein Stück Normalität."

Silvia

Ehrenamtliche Wunscherfüllerin, ASB-Wünschewagen Sachsen