Geschichte des ASB in Leipzig

Damals wie heute: Wir helfen hier und jetzt

Die Tradition der Arbeiter-Samariter-Bewegung in Deutschland ist über 130 Jahre alt. Die Anfänge des ASB in Leipzig reichen bis zum Jahr 1910 zurück. Nach der politischen Wende hat sich der ASB am 28. März 1990 mit sieben Samaritern wiedergegründet und begeht im Jahr 2020 sein 30-jähriges Bestehen.


Geschichte des ASB in Deutschland

Die Tradition des Arbeiter-Samariter-Bundes reicht weit bis in das 19. Jahrhundert zurück. Die rasche Industrialisierung mit ihren langen Arbeitszeiten und dem unzureichenden Arbeitsschutz führte häufig zu schweren Unfällen.

Aufgrund der mangelnden Kenntnisse in Erster Hilfe und der schlechten Unfallversorgung am Arbeitsplatz konnten die Arbeiter nicht hinreichend behandelt werden.

In dieser Situation fanden sich engagierte Arbeiter, die die Notwendigkeit von Erste-Hilfe-Ausbildungen erkannten und in der Selbsthilfe eine Möglichkeit sahen, die medizinische Betreuung nach Unfällen zu verbessern.

Im Jahr 1888 wurde der erste Erste-Hilfe-Kurs von Arbeitern für Arbeiter in Berlin organisiert und damit der Grundstein für den Arbeiter-Samariter-Bund gelegt. Neben der Ausbildung zur richtigen Versorgung von Verletzten rückten auch die soziale Sorge sowie die Vorbeugung von Unfällen und Erkrankungen am Arbeitsplatz in das Blickfeld der Bemühungen der Samariter.


1888 legten Berliner Zimmerleute mit dem Lehrkursus über die Erste Hilfe den Grundstein für den Arbeiter-Samariter-Bund: Arbeiter sollten fortan eigenständig Verunglückte in Werkstätten und Betrieben versorgen können.

Foto: ASB

Gründung des ASB Regionalverbands Leipzig e.V.

Am 28. März 1990 fand auf Initiative des Arztes Dr. Michael Burgkhardt in der damaligen Poliklinik Ost in der Theodor-Neubauer-Straße die Gründungsveranstaltung statt. Anwesend waren auch der ASB-Bundesvorsitzende, Martin Ehmer, und der Bundesgeschäftsführer, Wilhelm Müller.

Am 19. Juni 1990 wurde der ASB Ortsverband Leipzig e. V. in das Vereinsregister eingetragen, am 1. Oktober nahm die Geschäftsstelle unter der Leitung von Marion Zimmermann, die auch noch heute die Geschäftsführerin ist, ihre Arbeit auf. Eine rasante Entwicklung folgte: Eine Sozialstation wurde eröffnet, die Erste-Hilfe-Ausbildung begonnen. Im Jahr 1991 kamen die ersten Fahrzeuge aus Köln – und der ASB Leipzig hatte bereits 3.000 Mitglieder. Noch im gleichen Jahr fusionierte der Leipziger mit dem Eilenburger Ortsverband, zwei Jahre später kam der Bornaer dazu. So entstand der ASB Kreisverband Leipzig e. V.

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Schlaglichter:

  • Rettungsdienst und Katastrophenschutz seit 1990, heute Lehrrettungswache in Leipzig sowie Katastrophenschutzeinheiten in Leipzig und Taucha (Nordsachsen)
  • Sozialstationen seit 1990 – engagierte Teams sind in Leipzig, Böhlen, Eilenburg und Markkleeberg (seit 2016) für die häusliche Pflege und Krankenpflege unterwegs
  • Erste-Hilfe-Ausbildung seit 1990/91 – heute lassen namhafte Firmen in Leipzig und Umgebung ihre Mitarbeiter beim ASB ausbilden
  • Medizinische Absicherung von Veranstaltungen seit 1990/91 – heute bedeutende Vertragspartner wie Leipziger Messe seit 1996, Die Sportmacher (Organisatoren des Firmenlaufs)
  • Kindergarten „Eilenburger Heinzelmännchen“ seit 1991
  • Kassenärztlicher Hausbesuchsdienst seit 1992 in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS)
  • erste Pflegeheimübernahme in Leipzig 1994 – Seniorenheim „Am Silbersee“, späterer Ersatzneubau (Haus „Am Silbersee“) wurde 1999 eröffnet
  • weitere Pflegeheimneubauten: Seniorenheim „Am Schwarzholz“ in Kitzscher (Eröffnung 2000) und Seniorenheim „Am Park“ in Böhlen (Eröffnung 2004)
  • Begegnungsstätte für Behinderte und Nichtbehinderte „Kregeline“ seit 1999, damals in den Räumen des Altenpflegeheimes „Martin-Andersen-Nexö“ in der Kregelstraße; seit 2014 Seniorenbüro Südost mit Begegnungsstätte „Kregeline“
  • Innerklinischer Patiententransport für das Universitätsklinikum Leipzig AöR seit 2007
  • 2012 Eröffnung des ASB-Objektes „Am Sonnenpark“ in Leipzig-Probstheida mit Seniorenwohnen, Sozialstation, Tagespflege, Seniorenheim (vollstationäre Pflege/Hausgemeinschaften), Cafe & Bistro, Wellnessbereich, Bildungszentrum und bis 2020 auch Seniorenbüro Südost mit Begegnungsstätte „Kregeline“.