Wunscherfüller? Ein absolutes Privileg!
André Schmidt ist seit Oktober 2021 beim ASB-Wünschewagen Sachsen dabei. Der 49jährige Chemnitzer ist beruflich Disponent in der Entsorgungswirtschaft. Zum Wünschewagen kam er durch einen Bekannten, der auch Wunscherfüller ist. Wir stellen André hier in unserer Porträtreihe "MY HEART: Mein ASB-Ehrenamt!" näher vor.

André ist ehrenamtlicher Wunscherfüller beim ASB-Wünschewagen Sachsen.
Foto: ASB-Wünschewagen Sachsen"Es ist für mich ein absolutes Privileg, ein Wunscherfüller sein zu dürfen. Man bekommt so viel Herzenswärme und Menschlichkeit geschenkt."
André Schmidt
Ehrenamtlicher Wunscherfüller, ASB-Wünschewagen Sachsen
Seit wann unterstützt du das Projekt Wünschewagen und wie kam es dazu?
Im Oktober 2021 habe ich die Schulung absolviert. Die erste Fahrt habe ich Anfang 2024 gemacht. Zum Wünschewagen bin ich durch den Arbeitskollegen einer Freundin gekommen. Er ist auch Wunscherfüller beim ASB-Wünschewagen Sachsen.
Wie viele Fahrten hast du schon begleitet und wohin gingen diese?
Ich durfte schon 14-mal mit dem Wünschewagen letzte Wünsche erfüllen. Es ging an die Ostsee, zum Fußball in Chemnitz, Zwickau und Leipzig. Ich war am Bertsdorfer See, im Dresdner Zoo und im Spreewald. Auch Präsentationen in der Öffentlichkeit gehören dazu. Ich durfte den Wünschewagen auf der Messe in Löbau und bei der Blaulichtmeile in Chemnitz präsentieren. Auch im Chemnitzer Küchwaldkrankenhaus habe ich den Wünschewagen vorgestellt und über unsere Arbeit berichtet.
Was bedeutet es für dich, ehrenamtlicher Wunscherfüller zu sein?
Es ist für mich ein absolutes Privileg, ein Wunscherfüller sein zu dürfen. Man bekommt so viel Herzenswärme und Menschlichkeit geschenkt. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, das man sonst nicht so oft erlebt.
Was war dein schönster Wunschmoment?
Es gab sehr viele schöne und einzigartige Wunschmomente. Oft sind es auch ganz kleine Dinge, wie das Fischbrötchen am Ostseestrand oder einen Fanschal beim Fußball für den Fahrgast zu bekommen. Letztes Jahr durfte ich einen Fahrgast zur Feier des eigenen 100. Geburtstag bringen, das war schon irgendwie etwas ganz Besonderes.
Vor ein paar Wochen habe ich eine Tochter aus der Palliativstation des einen Krankenhauses in die Palliativstation eines anderen Krankenhauses gebracht. Ihr Wunsch war es, sich von ihrer Mutter zu verabschieden, das war für uns alle eine sehr bewegende Begegnung, die tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat.
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Für die Zukunft wünsche ich mir, noch viele Fahrten begleiten zu dürfen. Ganz besonders wünsche mir, dass wir Menschen mehr Verständnis und Menschlichkeit füreinander haben.
