ASB-EXPERTS: Serviceberatung mit Daniela Heilmann
Unsere Mitarbeitenden sind nicht nur versierte Fachkräfte in ihrem Beruf. Viele von ihnen haben auch ganz spezielle Qualifikationen und Kenntnisse, die sie gern in ihre Tätigkeit einbringen. Und manchmal ist es auch ein ausgefallenes Hobby oder Lieblingsthema. Wir stellen einige von ihnen in unserer Porträtreihe „ASB-EXPERTS“ hier vor. Heute: "Die Frau für alle Fragen" mit Daniela Heilmann.
Das Telefon klingelt. Eine Stimme meldet sich. „Hier ist der ASB Leipzig, was kann ich für Sie tun?“ hören die Anrufenden eine freundliche Stimme.
„Für einen guten ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“ sagt ein Sprichwort. Und beim ersten Eindruck wird man bei Daniela Heilmann bestens bedient. Nicht nur ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist phänomenal, sie hat auch auf (fast) alle Fragen eine passende Antwort und kann weiterhelfen. Denn sie ist die telefonische „Schaltzentrale“ des ASB Leipzig, darüber hinaus eine ausgewiesene Serviceberaterin für den ASB-Hausnotruf – und nicht zuletzt die „gute Seele“ in unserem Team der Sozialen Leitstelle, die 24/7 erreichbar ist.
Die 45jährige gebürtige Leipzigerin arbeitet seit September 2022 in der ASB-Geschäftsstelle in Leipzig-Lößnig. Eine Freundin hat ihr den Job empfohlen, die selbst im Verband arbeitet.
Wir haben Daniela Heilmann zu ihrem Berufsalltag befragt:
Serviceberatung Hausnotruf: Hilfe auf Knopfdruck.
Wie dürfen wir uns Ihren Arbeitstag beim ASB Leipzig vorstellen, wofür sind Sie zuständig?
Es ist alles andere als: „Bürojob ist langweilig“ – wie meine Kinder immer denken. Es ist sehr abwechslungsreich. Meine Aufgabenspektrum ist ja weit gefächert. Es beginnt bei der Post- und Mailbearbeitung und anderen Verwaltungsaufgaben. Ich kümmere mich um die Verwaltung unserer mehr als 20.000 Mitglieder beim ASB Leipzig, unterstütze unsere Soziale Leitstelle und das Team sowohl für den internen Fahrdienst als auch des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes bei ihren Aufgaben. Ich assistiere beim Handling unseres Fuhrparks, in dem ich Versicherungsfälle bearbeite und empfange Gäste im Servicehaus.
Und zwischendurch klingelt natürlich regelmäßig mein Telefon. Rund 35 Anrufe pro Tag können es mitunter sein – mal mehr, mal weniger. Fragen nach unseren Einrichtungen und Bereichen, nach aktuellen Jobangeboten, den Erste-Hilfe-Kursen und natürlich nach dem ASB-Hausnotruf, bei dem ich Interessierte telefonisch berate.
Gleich morgens hole ich mir einen großen Kaffee, ich weiß ja nie, wann ich im Laufe des Tages nochmal Zeit dafür habe …
Wie läuft so eine telefonische Beratung zum ASB-Hausnotruf ab?
Die meisten kommen über Empfehlungen zu uns und haben Fragen wie: Welche Voraussetzungen muss man für einen Hausnotruf-Anschluss erfüllen? Was kostet das? Wie funktioniert das? Wo kann ich einen Zuschuss beantragen?
Ich nehme mir Zeit und höre zu, stelle gezielt Fragen nach der persönlichen Situation zu Hause. Denn unser Credo beim ASB ist: Wir verkaufen nicht alles, sondern schauen ganz genau, was der Betroffene wirklich braucht. Denn schließlich ist ein Hausnotruf nicht nur Sicherheit für den Kunden selbst, sondern auch für seine Angehörigen, die dann etwas ruhiger schlafen können - vor allem dann, wenn sie nicht in der Nähe wohnen.
Ich kümmere mich um die Beantragung bei der Krankenkasse und um eine etwaige Schlüsselhinterlegung. Am Telefon können wir so alles gut abgestimmt für eine Vertragsunterzeichnung vorbereiten – oder auch in einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Geschäftsstelle. Wenn es dann dazu kommt, vereinbaren wir einen Termin für die Installation und ich übergebe an meine Kollegen vom Helferteam. Sie fahren zu den Kunden nach Hause, installieren die Technik vor Ort und erklären alles ganz in Ruhe und ausführlich.
Ihr Arbeitsalltag klingt ziemlich stressig. Warum lieben Sie dennoch Ihren Beruf?
Weil eben kein Tag wie der andere ist. Das Schöne ist doch, dass ich jeden Tag mit ganz unterschiedlichen Menschen und verschiedenen Charakteren kommuniziere. Sobald ich den Hörer abnehme, lasse ich mich auf den anderen Menschen ein, jedes mal eine neue Situation. Manche erzählen mir ihre Lebensgeschichte, manche überkommen die Emotionen und sie fangen an zu weinen. Viele sind glücklich und dankbar, dass ich ihnen helfe und sie ehrlich berate.
Nicht zu vergessen natürlich mein wunderbares Team der Hausnotrufzentrale. Wir haben viel Spaß miteinander. Hier erfahre ich viel Kollegialität und Wertschätzung – auch von meinem Chef.
Was muss man denn für Stärken bei dieser Tätigkeit mitbringen?
Naja, man muss schon sehr flexibel sein, schnell umdenken können – von Sachbearbeitung zum nächsten Telefonat. Sich in der nächsten Sekunde auf eine Person einstellen, die man nicht kennt oder sieht, aktiv und empathisch zuhören. Generell muss man natürlich gern mit Menschen kommunizieren wollen.
Schwierige Gespräche sind die, wo man nicht richtig helfen kann, wo Menschen allgemein mit ihrer Lebenssituation unzufrieden, gar einsam, sind. Manche brauchen eben einfach mal jemanden, der zuhört.
Und wie entspannen Sie nach so einem Arbeitstag?
Ich habe zwei Kinder, 13 und 18 Jahre alt. Da ist man schnell „abgelenkt“, wenn man nach Hause kommt. Ich treffe mich gern mit Freunden, gehe spazieren, etwas Leckeres essen, einfach entspannen und abschalten. Manchmal nimmt man noch einen Gedanken vom Job mit nach Hause. Oder findet eine Idee oder Lösung beim Nachdenken über die Arbeit.
Hier noch ein Tipp der Expertin:
Der Hausnotruf ist übrigens nicht nur für ältere Menschen geeignet. Wir haben auch jüngere Kunden, z. B. bei bestimmten medizinischen Indikationen – Epilepsie, Schwindel, Herz-Rhythmus-Störungen.
„Scheuen Sie sich nicht, sich beraten zu lassen und Hilfe anzunehmen, wenn es nötig ist. Warten Sie nicht zu lange. Hausnotruf ist die Sicherheit für sich selbst, aber auch für die Angehörigen, die sich um Sie sorgen.“
Daniela Heilmann
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