Inklusives Gärtnern dank der Karau-Stiftung
Gemeinsam wachsen, gemeinsam entdecken: Dank der Karau-Stiftung jetzt noch inklusiver in unserer ASB-Kita. Im Garten der "Eilenburger Heinzelmännchen" gibt es viel Neues zu entdecken: Ein inklusives Hochbeet und ein Barfuß- und Tastpfad bereichern ab sofort unser Außengelände und schaffen vielfältige Möglichkeiten für die Kita-Kinder, Natur mit allen Sinnen zu erleben.
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Gärtnern bedeutet für Kinder weit mehr, als Blumen oder Gemüse zu pflanzen. Sie beobachten, wie aus kleinen Samen Pflanzen wachsen, übernehmen Verantwortung für deren Pflege und erleben, dass Geduld und Fürsorge belohnt werden. Dabei wird die Natur mit allen Sinnen erfahren: Erde wird ertastet, Kräuter und Blumen verströmen ihren Duft, Farben und Veränderungen werden aufmerksam beobachtet und die Ernte kann schließlich gemeinsam genossen werden. Gleichzeitig fördert das Gärtnern Fein- und Grobmotorik, Sprachentwicklung, Naturverständnis und soziale Kompetenzen – denn vieles gelingt am besten gemeinsam.
Auch unser neuer Barfuß- und Tastpfad lädt die Kinder dazu ein, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen. Unterschiedliche Materialien wie Holz, Kies, Sand oder Rindenmulch bieten abwechslungsreiche Sinneseindrücke, fördern Körperwahrnehmung, Gleichgewicht und Konzentration und regen zum Entdecken, Vergleichen und Beschreiben an. So wird die Vielfalt der Natur auf spielerische Weise erlebbar.
Besonders wichtig ist uns dabei der inklusive Gedanke. Wir möchten Lern- und Erfahrungsräume schaffen, in denen jedes Kind unabhängig von seinen individuellen Voraussetzungen teilhaben, mitgestalten und seine eigenen Stärken einbringen kann. Beim Gärtnern finden sich zahlreiche unterschiedliche Aufgaben, sodass jedes Kind einen wertvollen Beitrag leisten kann.
Auch der Barfuß- und Tastpfad eröffnet vielfältige Zugänge zum gemeinsamen Lernen. Kinder mit einer Sehbeeinträchtigung können die verschiedenen Materialien besonders intensiv über Hände und Füße erfahren. Kinder mit Aufmerksamkeits- oder Wahrnehmungsbesonderheiten profitieren von den abwechslungsreichen Sinneseindrücken, die zum bewussten Wahrnehmen und Vergleichen anregen. Für Kinder mit kognitiven Beeinträchtigungen werden Eigenschaften wie weich, rau, warm oder kühl unmittelbar erlebbar. So sammelt jedes Kind seine ganz eigenen Erfahrungen – und genau diese Vielfalt macht das gemeinsame Lernen besonders wertvoll.
Unser Ziel ist es, eine Umgebung zu gestalten, in der Vielfalt selbstverständlich gelebt wird und jedes Kind erfahren kann: Ich gehöre dazu. Ich kann mitmachen. Ich kann etwas bewirken.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Karau-Stiftung, die dieses Projekt mit ihrer großzügigen Unterstützung möglich gemacht hat. Dank ihrer Förderung konnten wir unseren Garten um zwei wertvolle Bildungsangebote erweitern und einen weiteren Schritt hin zu einer lebendigen, naturnahen und inklusiven Lernumgebung gehen. Darüber freuen wir uns sehr.
