Jubiläum: Seit 30 Jahren ASB-Katastrophenschutz in Sachsen und Leipzig
Am 18. August 1996 erhielt der ASB in Sachsen die offizielle Anerkennung der allgemeinen Eignung zur Vorhaltung von Katastrophenschutzeinheiten durch das Sächsische Staatsministerium des Innern überreicht. Und dann ging es auch beim ASB in Leipzig los. Bis heute sind und bleiben wir jederzeit einsatzbereit!
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30 Jahre Katastrophenschutz in Sachsen lassen sich kaum in ein paar Bildern zusammenfassen. Denn dahinter stehen Fahrzeuge, Technik und Einsätze und vor allem Menschen, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Kraft investieren, damit im Ernstfall Hilfe bereitsteht. Seit 1996 wird aus Ausbildung, regelmäßigen Übungen und echtem Teamgeist das, worauf es im Katastrophenschutz ankommt: vorbereitet sein, wenn andere Unterstützung brauchen.
Die Einsätze sind dabei sehr unterschiedlich - ob Evakuierung bei einem Bombenfund, Hochwasserkatastrophen, Errichtung eines Aufnahmelagers für geflüchtete Menschen oder mobile Impf- und Testteams in der Corona-Pandemie - immer sind unsere Einsatzkräfte vor Ort, um schnell und kompetent zu helfen.
Hier stellen wir einige ausgewählte Beispiele näher vor:
Hochwasserkatastrophen in Nordsachsen und im Ahrtal
Sehr eindrücklich für alle Beteiligten waren die Hochwasser-Ereignisse im August 2002 und im Sommer 2013. Der ASB-Katastrophenschutz war mit anderen Hilfseinheiten in Taucha, Torgau und Eilenburg vor Ort, versorgte die Bevölkerung und evakuierte Personen, z. B. aus einem Pflegeheim. Und nach dem Hochwasser halfen sie Familien und bedürftigen Personen. Es werden Sachspenden gesammelt und verteilt – z.B. Waschmaschinen, Kühlschränke, Trocknungsgeräte. Im Sommer 2021 unterstützten unsere Einsatzkräfte bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal.
Üben für den Ernstfall: MTF-Übung erfolgreich absolviert
Seit 2009 wirkt der ASB-Katastrophenschutz beim Aufbau einer Teileinheit der MTF in der Stadt Leipzig mit. MTF steht für "Medizinische Task Force" – eine sanitätsdienstliche Einheit mit Spezialfähigkeiten im Zivil- und Katastrophenschutz. Im Oktober 2024 fand eine großangelegte Übung der MTF der Stadt Leipzig und der Hilfsorganisationen statt.
Unser Leiter der Leipziger ASB-Rettungswachen und Chef des Katastrophenschutzes, Alfred Werner, hatte die große Ehre, gemeinsam mit anderen Experten die Einheit und den Einsatz zu führen. Beteiligt waren Helferinnen und Helfer des DRK, der Johanniter, des Malteser Hilfsdienstes und der FFW Leipzig-Süd – insgesamt mehr als 100 Personen, die sich ehrenamtlich im Katastrophenschutz engagieren.
Regelmäßige ASB-Großübungen in ganz Deutschland
Mit über 650 aktiven Einsatzkräften aus 14 Bundesländern, mehr als 120 realistisch geschminkten Verletztendarsteller:innen, über 250 Einsatzwagen, über 100 Gästen aus Politik, von befreundeten Organisationen, Verbänden, Behörden und Wissenschaft sowie einem großen logistischen Aufwand ist die ASB-Bundesübung im Juni 2025 erfolgreich absolviert wurden. Auch der ASB Leipzig war in Kassel daran beteiligt. Im Jahr 2018 fand die ASB-Großübung in unserer Region am Störmthaler See statt.
Notfalltraining für Medizinstudierende in Leipzig
Die nunmehr 21. Auflage des Notfall- und Katastrophentrainings des ASB-Landesverbandes Sachsen: In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und weiteren Hilfsorganisationen übten Medizinstudierende im Januar 2026 im Werk 2 in Leipzig verschiedene Extremsituationen. Der ASB Leipzig war mit Rettungswagen und Erste-Hilfe-Training vor Ort. Laute Schreie bei einem inszenierten Massenanfall von Schwerverletzten, ein Unfallauto auf dem Dach liegend mit eingeklemmtem Verletzten und Rettungsübung auf dem Hallendach: neun Stationen, an denen die insgesamt 340 Studierenden des 7. Fachsemesters im Rahmen ihres Medizinstudiums mögliche Szenarien ihres Einsatzes als Notärztinnen und Notärzte übten.
Rund 65 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich regelmäßig bei unserem Katastrophenschutz und in der Schnelleinsatzgruppe (SEG). Sie treffen sich regelmäßig am Standort in der Rackwitzer Straße, zu Fortbildungen und natürlich zu Einsätzen – auch im Sanitätsdienst zur medizinischen Absicherung von Großveranstaltungen.
DANKE an alle, die diesen Bereich in den vergangenen 30 Jahren aufgebaut, geprägt und weiterentwickelt haben und an alle, die heute bereitstehen.
